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Offener Brief an einen Mitarbeiter der Kalaschnikow, Herrn Nick Brauns *),
kürzlich schrieben Sie für die Junge Welt und das Querfrontorgan Kalaschnikow ,Artikel über die sog. Palästinatage im Münchner Eine-Welt-Haus. Jene fanden bekanntlich zwischen dem 5. und 9. November statt. Das gewählte Datum (Reichskristallnacht) war, wenn den Reden gelauscht wurde, bewußt als Provokation gedacht. Herr Fuad Hamdan sprach anläßlich der Eröffnung von der in Deutschland gebrauchten „Holocaustkeule". Dies war ganz im Sinne Martin Walsers. Der Referent Steinbrinck stellte die Frage: „Ob Deutsche Israel kritisieren dürfen" zudem wurde laufend Ariel Sharon mit Hitler verglichen. Der Referent Elam bezichtigte Ben Gurion der Kollaboration mit dem Nazismus. Es erübrigt sich festzustellen, dass Möllemann für seine antisemitischen Ausfälle von Herrn Steinbrinck gelobt wurde. Dennoch berichteten Sie positiv über den ganzen Budenzauber in der Jungen Welt aber auch in dem Querfrontorgan Kalaschnikow.
Ihre journalistische Arbeit Ihnen fiel nicht auf, an welchem Datum die „Palästinatage" stattfanden. Einem Menschen, der seine Gehirnkonstruktion unter Kontrolle hat, müsste auffallen das die Fragestellung: „Ob Deutsche Israel kritisieren dürfen" latent antisemitisch ist. Beinahe täglich wird der israelische Staat von den bürgerlichen Medien hierzulande kritisiert. Hinter der Fragestellung auf den Palästinatagen steckte der antisemitische Wahn, dass in Deutschland eine „hinterhältige zionistische Lobby" das freie deutsche Wort unterdrücke. Außerdem wird mit der Fragestellung auf der Veranstaltung (Israel kritisieren) nicht unterschieden zwischen einer konkreten israelischen Regierung und einer vielfältigen Bevölkerung. Übrig bleibt demzufolge, eine pauschale Kritik an allen Menschen in Israel. Deshalb wurde mit keinem Wort der faschistoide Selbstmordterror durch Hamas und ähnliche eliminatorische Antisemiten attackiert. Ihnen fehlt die Fähigkeit das zu erkennen, obwohl ich bezweifle ob Ihnen nur journalistische Fertigkeiten abgehen. Denn wer bei dem Vergleich Hitler-Sharon nicht sofort den Saal verlässt, ist selbst latent antisemitisch. Es handelt sich bei Ihnen nicht um ein journalistisches Problem sondern um ein politisches. Das belegt Ihre grundsätzliche Haltung zum Existenzrecht Israels, das Sie ablehnen und Ihre Tätigkeit für das Querfrontorgan Kalaschnikow.
Ihre Haltung und Kalaschnikow Ihren Lobhudelartikel bezüglich der Palästinatage publizierten Sie auch in dem Querfrontorgan Kalaschnikow. Spätestens seit Sommer dieses Jahres ist klar, um welches Organ es sich dabei handelt. Kalaschnikow veröffentlichte eine Werbung für das Naziorgan "wir-selbst". Der Doktorvater von Kalaschnikow ist Bernd Rabehl. Jener wurde im Jahr 1999 zurecht von der Hans-Böckler-Stiftung wegen Rechtsextremismus gefeuert. Einer der neuen Chefs von Kalaschnikow ist Martin Müller Mertens, jener betreibt eine eigene Internetseite unter www.rbi.aktuell.de. Dort schreibt ein Gerhoch Reisegger der auch als Schreiberling für das deutsche Kolleg von Horst Mahler tätig ist. Das müßte Ihnen bekannt sein. Im Forum von Kalaschnikow fragte Sie ein Leserbriefschreiber wie Sie zum Existenzrecht Israels stehen. Sie weigerten sich zu antworten und bestritten dem Fragesteller seine reale Existenz. Aber das tun Sie ja auch bezüglich Israels. Für Sie antwortete ein Dietmar Fleischer, (ehem. Funktionär der Republikaner) indem er selbstverständlich Israel das Existenzrecht absprach. In eine feine Gesellschaft sind Sie geraten, auch der Neonazi Rouhs aus Köln durfte im Forum von Kalaschnikow publizieren. Die Redaktion verteidigte das im Sommer ausdrücklich. Jetzt greifen Sie mich im Kalaschnikow Forum diffamierend an statt Ihr Wirken selbstkritisch zu hinterfragen. Das werden Sie aber nicht tun, denn Sie bestreiten in Ihren pseudotrotzkistischen Privatpublikationen offen, den faschistischen Charakter bestimmter palästinensischer Mordorganisationen. Logischerweise sind Sie damit trotz aller Phrasen mit den Nazis in einer Querfront.Mit unfreundlichen Grüßen Max Brym
*) Anmerkung: der betreffende Herr Brauns hatte in einer Ausgabe „seines" Pamphletes „Unser Wort" offen für die Zerschlagung und Ausrottung des Staates Israel plädiert. Siehe: unsere WARNUNG
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